Bienenrecht

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Die Bienenhaltung in einem Kleingarten darf nicht verboten werden, sogar, wenn in der örtlichen Satzung die Tierhaltung explizit untersagt ist (Gänse, Hühner, Hasen, etc.) ist die Bienenhaltung laut Bundeskleingartengesetzt erlaubt:

http://www.gartenfreunde-orlatal.de/resources/html-Gr$C3$BCne+Schriftenreihe188-Kommentare-Bundeskleingartengesetz.htm

Zitat „Ausschluss der Kleintierhaltung

Die Kleintierhaltung gehört grundsätzlich nicht zur kleingärtnerischen Nutzung. Der Kleingarten ist keine Kleinsiedlung i.S.d. § 2 BauNVO, zu der auch die Kleintierhaltung gehört. Für die neuen Bun­desländer hat der Gesetzgeber in § 20a Nr. 7 BKleingG eine Sonderregelung getroffen. Danach bleibt die Kleintierhaltung unberührt, soweit sie bis zum 3. Oktober 1990 zulässig war, unter der Voraussetzung, dass sie in bescheidenem Umfang betrieben wird. Sie darf die Kleingärtnergemein­schaft nicht stören, der kleingärtnerischen Nutzung nicht widersprechen und nicht erwerbsmäßig betrieben werden. Die gärtnerische Nutzung muss überwiegen.

Zulässig dagegen ist die Bienenhaltung. Sie dient der kleingärtnerischen Nutzung schon wegen des Nutzens der Bienen für die Bestäubung der kleingärtnerischen Erzeugnisse.“

Zitat Ende.

Das sind doch mal eine gute Nachrichten!

mehr in

http://www.gesetze-im-internet.de/bkleingg/

PS: Es kann natürlich nur von Nutzen sein, wenn man den, verständlicherweise skeptischen, Nachbarn die Sache erklärt und regelmäßig die Neue Ernte zukommen lässt 🙂

was man so alles braucht…

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„Einfach ein Volk hinstellen und ab und zu reinschauen, dann Honig ernten, gut ist´s!“

DAS ist der Traum vom Imkern, aber das wäre ähnlich einfach, wie Hühner in den Garten zu stellen und zu sagen: „nun macht mal!“

Imker brauchen:

a. viel Platz

Bienengarten

in der Nähe des Hausgartens oder eines Kleingartens und zwar für Kisten, Kästen, Zargen, Rähmchen, Gläser, und zwar viele… pro Bienenvolk rechne ich ca. 2 m² Stellfläche, auch wenn die Zargen wenige Grundfläche brauchen: Sie brauchen Zugangswege und Ablagefläche um sich während der Arbeit am Volk „auszubreiten“, ohne über das ganze Geraffel zu stolpern.

Für die Lagerung der Zargen, Böden, Deckel, etc. gehe ich „gefühlt“ von etwa einem m² pro Bienenvolk aus.

Eine Gartenlaube hat in der Regel etwa 24 m² Grundfläche, das reicht für etwa 15 bis 20 Bienenvölker; dann wird´s auch schon eng in und um die Hütte! Vorbei die Zeit des Sofas, der gemütlichen Sitzecken mit Fernseher, Kühlschrank, etc., jeder Quadratzentimeter wird für Bienengerätschaften gebraucht; nicht zu vergessen, die Schleuder, eine Wachsschmelzecke, eine Ecke/Tisch für die Honigbearbeitung, etc.. Aus der gemütlichen Zweitwohnungshütte wird ein reines Imkerbiotop bis unters Dach.

 

 

b.  Gerätschaften

Werkzeug
5 5 1 Stockmeißel
45 10 1 Smoker
7 7 1 Besen
7 7 1 Entdeckelungsgabel
10 0 1 Entdeckelungskasten, selbstgebaut
32 32 4 Honigeimer
10 10 1 Sieb, grob
45 10 1 Sieb, fein
8 8 1 Siebständer
Gläser für die Ernte von ca.
100 100 400 500 ml Gläser
400  inkl Deckel
40 40 400 Etiketten
500 300 Bienenkisten/Zargen
4 pro Volk
125 50 5 Deckel
75 50 5 Böden
90 60 2 Ablegerkästen pro Volk
Eigenbau
40 40 Leinölanstrich
200 200 40 Rähmchen
200 200 20 Mittelwände
30 30 Ameisensäure
10 10 Oxcalsäure
1.879 € 1.269 €
alles neu gebraucht

Kosten

über den Daumen, je nach dem, wie viel man gebraucht kauft, oder gar geschenkt bekommt, kostet die Erstausstattung für etwa 5 Völker zwischen 1000 und 1800 €.

Wer klein anfängt, also mit einem oder zwei Völkern, das meiste gebraucht kauft, einiges geschenkt bekommt und bei befreundeten Imkern/innen die Schleuder nutzen kann, kann für den Start mit 300 bis 500 € klar kommen; der Rest kommt von alleine, z.B. durch den Honigverkauf und Bienenverkäufe.

Andere Hobbys sind ähnlich teuer; das Rauchen zum Beispiel.

Ich habe den Schleier vergessen: 15 bis 20 € , Brautschleier kosten das Doppelte 🙂 alles zu seiner Zeit.

Fotos

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Ablegerbildung

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Grundsatz „Es kommt ganz drauf an!“

dieser Rat stammt von meinem Ausbilder, dem Imkermeister Herrn Bruchhäuser, seinerzeit im Institut für Bienenkunde und Zoologie der Universität Bonn.

Auf fast alle Fragen gab er diese Antwort; erst war ich verwirrt, dann genervt und mittlerweile kann ich in Sachen Bienen voller Überzeugung sagen:

„Es kommt ganz drauf an.“ 🙂 

Das nervt die ganz akkuraten Einsteiger, die alles perfekt machen wollen, hat aber auch den charmanten Effekt, dass man die Dinge etwas entspannter sehen kann.

Denn es kommt zum Beispiel auf´s Wetter drauf an, wie sich die Völker entwickeln….

…auf die Tracht… die Eigenschaften der Königin…. die der Drohnen… auf den Krankheitsdruck…. das Wasserangebot, oder eben dessen Knappheit…. auf die Nachbarn, die eventuell Spritzmittel verwenden, die sie besser nicht verwenden sollten, ganz einfach, weil sie aus gutem Grund verboten sind, da bienenschädlich, also die Mittel, na ja, die Nachbarn manchmal auch, wenn sie z.B. mit Spaten und Wasser gegen Schwärme vorgehen…. es kommt auf den Imker drauf an, wie der sich anstellt: zögerlich und unbelehrbar oder experimentierfreudig und offen für neue Erkenntnisse.

Grundsätzlich ist die Ablegerbildung, also das Schaffen neuer Völker simpel:

a. mindestens eine Futterwabe/Honig & Pollen,denn  essen muss jeder

Honigernte

Futterwabe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

b. eine Wasserwabe, trinken halt auch, besonders in langen Trockenphasen 

 

zu wenig Wasser, zu wenig Futter, zu wenig Bienen, um die Brut zu wärmen ist Tierquälerei !

c. eine oder einige wenige(!) Brutwaben, von denen mindestens eine unverdeckelte Brut haben muss, da sonst die Gefahr besteht, dass zu viele Pflegebienen zurück zum Muttervolk fliegen und die Brut durch Unterkühlung stirbt.

Nachwuchs braucht jede Gruppe, da sie sonst ausstirbt.

erste Frühjahrsdurchsicht

 

 

 

 

 

 

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